Moving into the Infinite

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Pressetext

Moving into the Infinite

dt. Titel: Im Spiegel Deines Angesichts

 

Eine junge Frau wird vom Leben aus der kindlichen Unschuld herausgeworfen. Sie macht sich auf, begegnet ihrem Schmerz und nähert sich ihrem «zu Hause». Sie folgt ihrer Sehnsucht und entdeckt ihre Berufung: Für Gott zu tanzen. Verbindend tanzt sie in verschiedenen Ländern, Traditionen und Religionen, um dort mit den Menschen und dem Zuschauer des Filmes das «kleinste Haus Gottes, das Menschenherz» zu teilen. Sie lädt ein, mit den Augen des Herzens zu schauen und damit mit dem, was vom Kommen und Gehen allen Seins unberührbar bleibt, in Beziehung zu treten.

 

Das ist in Kurzform der Inhalt des Films, den Carola Stieber alias Paramjyoti nicht nur produziert hat, sondern in dem sie auch selbst Regie führt und tanzt. Es ist ein sehr vielschichtiger Film, in dem Paramjyoti nicht nur teilt und mitteilt, was ihr auf ihren vielen Reisen in die Welt geschenkt wurde, wie sie von der Ausdrucksform des Tanzes ergriffen wurde und diese in einer ganz persönlichen Form weiter entwickelt hat, sondern auch eindrücklich zeigt, worauf es im Leben ankommt: Sein wahres Ich zu finden, sich selbst zu sein, statt eine Rolle zu spielen. Wechseln hin zum ewig Gültigen – Moving into the Infinite.

 

Der Film berührt durch die Intensität und die Schlüssigkeit der Szenen, aber auch durch die gleichzeitig subtile und überaus ausdrucksstarke Kameraführung durch Eckart Reichl. Man könnte Ton und Handlung des Filmes ausblenden und nur in die Ästhetik und in die Fülle der Bilder tauchen – es wäre immer noch ein erfüllendes Erlebnis. Der Film ist eine Liebeserklärung an das wahrhaft Lebendige, das allen Kulturen, Religionen und Menschenherzen gleichermassen innewohnt.    

                                                                                               Fredy Kradolfer, Journalist