Moving into the Infinite

English

Inhalt und Intention

Story: "Eine junge Frau wird vom Leben aus der kindlichen Unschuld heraus geworfen. Sie macht sich auf, begegnet ihrem Schmerz und nähert sich ihrem „zu Hause“. Sie folgt ihrer Sehnsucht und entdeckt ihre Berufung: für Gott zu tanzen. Verbindend tanzt sie in verschiedenen Ländern, Traditionen und Religionen, um dort mit den Menschen und dem Zuschauer des Filmes das „kleinste Haus Gottes, das Menschenherz“ zu teilen. Sie lädt ein, mit den Augen des Herzens zu schauen und damit mit dem, was vom Kommen und Gehen allen Seins unberührbar bleibt, in Beziehung zu treten."

 

Im Film versuche ich meine Beweggründe transparent zu machen. Begonnen von dem Hintergrund von Devadasi (Sanskrit und bedeutet "Dienerin Gottes". Devadasi bezeichnet die ursprüngliche Tempeltanztradition in Indien ) und dem Missverständnis dieser „Berufung". Kulturhistorisch wie auch auf meinem persönlichen Lebensweg stieß ich immer wieder auf damit verbundene Thematik und möchte das auch in mir noch nicht Befreite gerne befreien. Weitere Themen sind: Devotion, die Zufluchtnahme in Gott als dem Geliebten, der Tanz in verschiedenen Häusern Gottes bis hin zur Zuwendung an das kleinste Gotteshaus, das Menschenherz.

Meine Intention ist es, den Tanz als eine legitime spirituelle Praxis, auch im untraditionellen, überkonfessionellen Sinn aufzuzeigen. Er birgt auch das Mysterium der sakralen Weiblichkeit, in der Intuition eine bedeutende Rolle spielt. Meine Einladung an den Zuschauer ist es, sich auf eine Innenschau einzulassen - das rationale Verstehen darf sich entspannen und märchenhafte Seelenbilder dürfen ihre Wirkung entfalten.

Ich wünsche mir, dass das uns gemeinsame Herz erfahrbar wird und Darshan (Sanskrit), ein „Schauen“ der Wirklichkeit Dessen, was nicht kommt und geht ermöglicht wird.

Es geht nicht um eine Diskussion darüber, was heilig ist, was traditionell wie gehandhabt wurde, was geschichtlich wie war, welche Rolle Sexualität spielt, was richtig und was falsch ist. Es geht nicht darum, Antworten zu liefern. Der Film ist ein bescheidener Versuch der Liebe,  anhand meines eigenen Lebensweges ein Portrait des „Geliebten" zu zeichnen und das mir gegebene Geschenk weiterzuschenken.

Ich möchte eine Chance bieten, immer wieder einmal aus vorgefertigten Meinungen und Weltbildern auszusteigen. Ich möchte das große Mysterium in mir selbst und der Existenz, immer wieder neu entdecken und diesem Moment Raum geben - in Akzeptanz des Nichtwissens, in Bejahung dessen, was ist, im Anvertrauen. Ich möchte meinem Atem und meinem Bewusstsein erlauben, sich auszudehnen, sei es in Licht oder Schatten.