Moving into the Infinite

English

Über die Wahrheitsliebe im Gewand des Tanzes

Das Grundgerüst der archetypischen Seelenbilderreise bildet das Tanzritual. Vier Stimmungen sind diesem eigen: Invocation/Einstimmung, Evolution/Entwicklung, Encounter/Begegnung und Celebration/Feier. In weißem Kostüm lasse ich das Ritual, die Stimmung der Versammelten integrierend, aus dem Moment heraus entstehen. Verschiedene Themenbänder fügen sich farbig hinzu. Biographische Meilensteine markieren die Entwicklung des geistigen Weges und verdeutlichen den dramaturgischen Sinnzusammenhang des Filmes.

Projekte wie die Eventreihe "Tanz in den Häusern Gottes", betonen vor allem meinen interreligiösen Beweggrund. Die Reise um die Welt hebt hervor, was die Menschen tatsächlich verbindet. 

Alles dreht sich um die eine Mitte. Poesie großer Meister wie Rumi, Hafiz und Buddha verweisen auf dieses Zentrum. 

Die von der Mystikerin erzählte Geschichte und das spielerische Ineinandergreifen von Raum, Zeit und Handlungsstrang entführen in eine fast tranceartige Stimmung. Man verliert etwas den Boden rationalen Verstehens, wodurch sich das Bewusstsein einfacher zum assoziativen Erleben weiten kann.      

Bedeutend ist das weibliche Thema der Devadasi und das daran anknüpfende Thema der Minne innerhalb der geistigen Zuflucht. Diese Stimmung teile ich mit Menschen aus unterschiedlich religiösen Zusammenhängen. Während der Reise in verschiedene Länder, Kulturen und Klimazonen begegnen wir (außer)gewöhnlichen Menschen. In Interviews teilen diese mit, was sie bewegt.                      

Die Metapher der Bewusstseinstropfen begleitet die Reise. Sie treten bevorzugt hervor in der Dynamik von Übergängen: Licht und Schatten, Zeit und Zeitlosigkeit, Bewegung und Stille, Dualität und Einheit, Alles und Nichts... und stehen für das in unserm Geist stattfindende "Einleuchten" größerer Sinnzusammenhänge bis hin zur "Schau Gottes" (in Sanskrit "Darshan" genannt ).

Der Drehtanz ist mehrdeutig eingesetztes stilistisches Element. In der letzten Phase kommt er zu seiner Blüte. Er scheint kein Ende finden zu wollen. Das Schauen und Erleben des Unfassbaren wird auf berührende Weise umwoben.