Moving into the Infinite

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Das Urbild zum Film

Vor vielen Jahren durfte ich einer Situation beiwohnen, die in mir den Wunsch aufkeimen ließ, die Bilder meiner inneren und äußeren Reise auch mit Menschen teilen zu wollen, die aus verschiedenen Gründen nicht vor Ort anwesend sein können:

Im indischen Dorf, in dem ich lebte, fand eine Zeremonie statt, deren Bedeutung ich bis heute nicht kenne. Mein geistiger Lehrer bat mich, meine Fußglöckchen zum Tanz mitzunehmen. An Ort und Stelle angekommen nahm ich etwas scheu in der am Boden hockenden kleinen Versammlung Platz. 

Ein Dorfältester schnappte sich begeistert meinen Beinschmuck! Er band ihn sich um seine hageren Fußgelenke, zog sich an seiner Gehhilfe, einem einfachen Stock, empor und begann sich zur gesungenen Musik kreisförmig rhythmisch um seinen Stock zu drehen.

Mein Blick folgte den mit den Schellen geschmückten, nackten Füßen auf der von der Sonne ausgebrannten, staubigen Erde, und glitt entlang seines zerschlissenen, um die Hüften gewickelten Tuches weiter und weiter empor. Sein verzücktes Lächeln entblößte seine wenigen verbliebenen Zähne. Seine Augen waren geschlossen. Sein Gesichtsausdruck war ekstatisch, nicht von dieser Welt und ließ vermuten, in welch tiefe, inneren Räume er entrückt war. Über seinem Haupt mündete mein Schauen in den weiten, blauen, wolkenlosen Himmel.